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»SELFIE – TIME« / Ein Streifzug durch San Francisco / Oder wo macht’s klick…

Irgendwann auf Reisen kommt es mit Sicherheit zu dem Moment, an dem der Traveller ein Selfie schießen will – mit sich, mit dem tollen Ambiente im Hintergrund, und vielleicht mit seinem Tattoo, am Arm oder sonst wo.

Warum dann nicht gleich im Vorhinein die Orte aussuchen, um sie dann aufzusuchen, und gekonnt das Selfie zu platzieren. Das ist überlegt und sicher. Gerade wenn man an die vielen Unfälle denkt, die passieren, wenn Selfies unbedacht gemacht werden. „Der Abgrund hinter dir wartet schon…“

Die „Anansi Chronicles“ stellen an dieser Stelle ein paar interessante und besonders schöne Orte in San Francisco vor, die sich sehr gut für ein Selfie eignen. Auf Sicherheit geprüft. Und immer für eine Geschichte gut.

    

Ambiente des Armory Club

Im „Armory Club“ mag es nicht gerne gesehen werden, wenn er als Kulisse für ein Selfie herhalten soll. Der „Selfie-ist“ muss in der viktorianisch eingerichteten Bar schnell und unbemerkt handeln. Dann aber ist er im Besitz eines Selfies, das mit einer ganz besonderen Kulisse verbunden ist. Der Armory Club war jahrelang der Ort, an dem die Fetisch und BDSM-Video-Produktion KINK.com ihre Treffen und Sessions abhielt. Die gigantische Burg, in der der Armory Club beheimatet ist, ist so immer noch Wahrzeichen für die junge Gender-Bewegung und deren sexuelle Befreiung. In San Francisco darf und soll jeder nach seinem Gusto und seiner Leidenschaft leben. Mit gegenseitigem Einverständnis, versteht sich. Sowohl die Burg als auch der Club mag so für alle Tattoo-Begeisterten ein interessantes Motiv für ein Selfie abgeben. Sehr gut auch für „kinky drinks“ am Abend geeignet!

    

Haight-Ashbury-Kreuzung

Love and Peace“ waren die Schlagworte San Franciscos in den 60gern. Besonders die Gegend, wo die Haight-Street auf die Ashbury traf, wurde zum Symbol für die Hippie-Bewegung. Dort spielte die Musik, dort trafen sich die Aussteiger, gab es freies LSD und freie Liebe. Die Unschuld verlor die Hippie-Bewegung schnell, aber der Glaube an eine gleiche, friedliche und sinnliche Gesellschaft lebt weiter. Stellen wir uns doch für ein Selfie unter die original Straßenschilder. Und bekennen uns zum Ideal der Freiheit.

Ist man nun schon einmal vor Ort, könnte man noch im Amoeba vorbeischauen (weiter in der Haight Street gelegen). Dort findet die Rock’n Roll Seele alles was sie braucht. Musik, Underground-Magazine, Tickets für Shows etc. Und für ein Selfie eignet sich der tolle Schriftzug hoch oben vor dem Eingang allemal.

Das okkulte Haus

    1. Im William Westerfeld House spukt es schon mindestens seit 1928, als dort russische Emigranten den obskuren Nightclub „Dark Eyes“ eröffneten. Später 1967 übernahm der Underground Regisseur Kenneth Anger das Anwesen. Anger, ein Anhänger des Satanisten Aleister Crowleys, drehte dort den Film „Invocation of my demon brother“. Die Besetzung des Film ist bemerkenswert: Bob Beausoleil, Mitglied der Charles Manson Family, Anton LaVeil, Gründer der Church of Satan, und, man höre und staune, Mick Jagger.
    2. Wem das nicht zu gruselig ist, dem sei ein Selfie auf der untersten Treppenstufe des Eingangs zu empfehlen. Am besten ist man Besitzer eines tätowierten Schutzsymbols gegen Geister jeder Art. Warnung: für jeden weiteren Schritt Richtung Haupttür kann keine Sicherheitsgarantie übernommen werden. Vielleicht für ein Selfie zu gewagt, doch später kann darüber viel erzählt werden.

Baker Beach mit der Golden Gate Bridge

Ein Foto mit der Golden Gate Bridge im Hintergrund ist Pflicht bei jedem Aufenthalt in San Francisco. Man kann dies gleich mit einem Selfie verbinden, am besten am Baker Beach. Denn dieser ist gleich westlich unter der Golden Gate Bridge gelegen. Eindrucksvoller kann man sich selbst und seinen Trip nicht präsentieren : Der Pazifik mit Strand und Wellen, und oberhalb das Wahrzeichen San Franciscos. Da strahlt jede Tätowierung am Körper wie von selbst. Das ist nur schwer zu toppen. Vielleicht noch mit einem Bad im kühlen Nass. Doch auch hier wieder die Anansi-Sicherheitswarnung. Das Gewässer ist sehr kalt, strömungsintensiv und ab und an werden auch Haifische gesichtet. Für ein Selfie im Wasser kann so keine Garantie übernommen werden. Lieber ein Picknick am Strand, mit Gitarre und Rotwein, und die gigantische Brücke im Hintergrund.

    

– zuletzt ein Geheimtipp: Will man den eigenen Körper in seiner ganzen Pracht zeigen (mit all seinen Tätowierungen versteht sich) und auf einem Selfie verewigen, bieten sich hierfür die Laundries, die Waschsalons in San Francisco an. Dort kann man sich bis auf die Unterwäsche ausziehen, die abgelegten Kleider in die Trommel tun, waschen, und die Zwischenzeit mit Selfies verbringen. Und sich an der Laundry-Bar vergnügen. Na dann, auf geht’s!

ARMORY CLUB: 1799 Mission St, San Francisco, CA 94103

AMOEBA MUSIC: 1855 Haight St, San Francisco, CA 94117

WILLIAM WESTERFELD HOUSE: 1198 Fulton St, San Francisco, CA 94117

BAKER BEACH: 1504 Pershing Drive, CA 94129

AUTOR: Julian Bachmann