Ruf der Wildnis: Indianer-Tattoos von Adlern, Wölfen und Pfeilen

Ruf der Wildnis: Indianer-Tattoos von Adlern, Wölfen und Pfeilen
Der Ruf der Wildnis

Wenn Du Dir ein Motiv indianischer Herkunft stechen lassen willst, informiere dich vorher gut über die vielen Bedeutungen, die solche Motive haben können. Die Geschichte der Indianer und ihre Verbundenheit mit der Natur ist voller Mythen und Sagen. Ihre Erzählungen sind ein großer Schatz für Tattoo-Motive spiritueller Art – insbesondere auch als Symbol für eine wilde, nicht von den Menschen domestizierte Natur. Indianer-Tattoos stehen für eine tiefere, naturverbundene Kultur, die bei uns nicht mehr, oder nur oberflächlich wirkt. Mit einem Tattoo dieser Art will der Besitzer an diese Tiefe anknüpfen, an die unverdorbene, aber auch wilde Seite seiner Seele. Denn Natur ist nicht nur ein nettes Reh, das am Waldrand seine Gräser zupft. Passt es nicht auf, wird es selbst schnell „gezupft“. Gerissen vielmehr; vom „bösen“ Wolf, der so „böse“ gar nicht ist – denn auch das ist Natur. Der natürliche Kreislauf besteht aus Geben und Nehmen, aus Leben und Tod, und der „faire“ Kampf ist ein Zeichen solcher Authentizität. Der Wolf ist ein Tier mit großer Bedeutung für die Indianer Nordamerikas. Er steht eben genau für diese Art von Gerechtigkeit, die ein ständiger Austausch in der Natur ist. Mit all den natürlichen Kämpfern gibt es ein großes Ganzes, das ständig hervorbringt, sich aber auch verschwendet. Der Wolf symbolisiert für die Indianer den Geist, von dem die Welt durchdrungen ist; sein Instinkt und seine Loyalität machen den Wolf für die Indianer zum idealen Totemtier.

Native Americans

Klar, dass die Amerikaner, die immer auf der Suche nach Ursprünglichkeit und einer „echten“ Herkunft sind, sich gerne auf die „ursprüngliche“ Welt der Ureinwohner Amerikas beziehen. Indianer-Tattoos sind en vogue für den die Wildnis liebenden Nordamerikaner. Solche, die sich aufmachen, um in den Weiten der amerikanischen Landschaft, in ihren Wäldern, Seen und reißenden Flüssen Abenteuer zu erleben und neues Land aufzutun. Solche, die mit Eddie Vedder im Ohr, vom Film „Into the Wild“ inspiriert, sich aufmachen, „indianische“ Erfahrungen nachzuvollziehen und zu erleben. Diesen Lifestyle besiegelt man am besten mit einem Tattoo von einem Indianer, oder aber, und das ist vielleicht subtiler, mit einem Zeichen aus der indianischen Mythologie. Diese indianischen Tätowierungen können sehr unterschiedlich sein, sie können Federn, Amulette und andere Arten von Symbolen enthalten, die für Stärke und Sicherheit stehen.

Oder aus der heiligen Tierwelt der Indianer stammen. Der Adler zum Beispiel, ein indianischer Ausdruck für die Erhabenheit und die grenzenlose Freiheit des Landes. Das Adler-Tattoo ist ebenfalls bei der weißen Bevölkerung äußerst beliebt, und ein Zeichen für die Ursprünglichkeit eines „freien“ Landes mit „freien“ Bewohnern.

Man muss sich klar machen, dass sogar einzelne Adlerfedern eine tiefere Bedeutung haben. Denn: sie sind ein Zeichen für den „gewonnen“ Zweikampf, der in der Indianerwelt so eine wichtige Rolle spielt. Erst im Zweikampf beweist der Mann Mut, Kraft, Ausdauer und Bereitschaft sich mit der Welt und ihrer wilden Natur einzulassen.

So erzählen tätowierte Adler-Federn immer eine Geschichte:

Eine abgeschnittene Spitze erzählt davon, wie ihr Träger seinem Feind die Kehle durchgeschnitten hat… Allerdings ohne ihn skalpiert zu haben. Diese „nette“ Angelegenheit wird erst durch eine große Kerbe in der Feder ausgedrückt.

Hat die Feder einen gezackten Rand, hat der „indianische“ Träger mehrere Feinde getötet, hat sie einen roten Fleck, geht es „nur“ um einen getöteten Feind. Gänzlich rot gefärbt, wurde der Besitzer selbst schwer im Kampf verwundet.

Trifft eines dieser Merkmale auf dich zu, ist es Zeit für ein Adlerfeder-Tattoo. Am besten deutet man die Symbolik aber im übertragenen Sinne: denn losziehen und den nächstbesten Mitbürger zu skalpieren, nur um eine Adlerfeder zu tätowieren, ist auch keine Lösung. Zumindest nicht für einen normalen Westeuropäer.

Vögel haben in der Welt der Indianer überhaupt eine große Bedeutung

So ist der Donnervogel, der auf der Spitze des Marterpfahls sitzt, wohl jedem bekannt. Der Donnervogel ist ein wichtiges indianisches Schutzsymbol. In der westlichen Welt wird der Donnervogel gerne von Bikern getragen – auch als Tätowierung. Diese schützt nach indianischer Überlieferung vor Unglücken und schlechten Einflüssen. Gerade letzteres kann für den ottonormal Hells Angels von entscheidender Bedeutung sein: schlechte Einflüsse dürfte es in seinem Umfeld en masse geben.

Zeichen und Symbole gibt es viele in der Indianer-Welt. Da sind Büffel, Schlangen, Libellen, Eidechsen und viele mehr. Alles „spirituelle“ Bewohner einer unverfälschten Natur. Und alle haben ihre speziellen Eigenschaften und Berechtigungen. Alle sind sie „symbolisch“ für den Menschen Freund und „Schutzgeist“.

Tipp:

Pfeile sind als Tätowierung besonders bei den „lieben“ Hipstern äußerst beliebt. Also ist es gut zu wissen, wie die Pfeile zu interpretieren sind. Zumindest ein guter Gesprächsstoff, wenn man sich auf der HomeParty vor der Badewanne mit den kühlen Bieren trifft. Die Pfeile haben auch ihren Ursprung in der Welt der Indianer. Auch sie zeugen von einer Welt, die sehr viel mehr ist als Geplänkel und Corona-Talk. Sie haben Bedeutungen, die auf „indianischen“ Background zurückgehen.

Einfacher Pfeil: Schutz und Wehrhaftigkeit, der Träger hat ein Ziel im Leben

Entgegengesetzte Pfeile: Krieg und Auseinandersetzung

Pfeilspitze: Wachheit

Gebrochener Pfeil: Frieden und Gewaltlosigkeit

zwei Pfeile (am besten gekreuzt): Freundschaft

drei oder fünf Pfeile: Stärke in der Gemeinschaft. Zusammen kommt man besser durch das Leben

Einzelner Pfeil durch einen Diamanten: dann ist man unbesiegbar:

Howgh!!

Add Comment

Your email address will not be published. Required fields are marked *